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Die Flaggen der Republik Österreich

Die Flaggen Österreichs leiten sich vom rot-weiß-roten Schild Österreichs aus dem frühen 13. Jahrhundert ab. Die Flaggen der Republik Österreich sind im Art. 8a Abs. 1 des österreichischen Bundes-Verfassungsgesetzes, im § 3 des Wappengesetzes (Bundesgesetz vom 28. März 1984 über das Wappen und andere Hoheitszeichen der Republik Österreich) und im § 3 Seeschiffahrtsgesetz- SeeSchFG geregelt.

 

Beschreibung und Bedeutung

Nationalflagge

Die Nationalflagge Österreichs besteht aus drei gleich breiten Streifen (§ 3 Abs. 2 Wappengesetz) in den Farben Rot-Weiß-Rot (§ 3 Abs. 1), heraldisch gesprochen rot–silber–rot. Sie geht direkt auf den mittelalterlichen österreichischen Bindenschild zurück und zählt damit zu den ältesten noch in Geltung stehenden Hoheitszeichen der Welt.

Im Gegensatz zu den im Folgenden beschriebenen Bundesdienst- und Seeflaggen ist das Verhältnis zwischen Breite und Länge nicht gesetzlich verankert. Es hat sich aber auch bei diesem Format, der Hissflagge, allgemein ein Verhältnis von zwei zu drei etabliert. Allerdings ist in Österreich die Verwendung von Knatter- und Bannerflaggen wesentlich verbreiteter, wodurch die Farbkombination Rot-Weiß-Rot wesentlich öfter nebeneinander als untereinander zu sehen ist.

Im Gegensatz zur Dienstflagge des Bundes darf die Nationalflagge von jedem Bürger frei verwendet werden.

Ziviler Rot-Ton ungeregelt

Der exakte Farbton der zivilen Zeichen (im Unterschied zu den militärischen) für das Rot wird im österreichischen Flaggengesetz, dem Wappenrecht der Republik Österreich, nicht geregelt (es gibt in Österreich zwei Flaggenfabriken, die unterschiedliche Rottöne verwenden – dies hat die Bundesregierung vereinbart).

Geregelt ist nur der Rotton für die im Bundesministerium für Landesverteidigung verwendeten hoheitlichen Symbole. Fixiert ist hier: Das Rot in den österreichischen Staatsfarben hat die Charakteristik Pantone 032 C aufzuweisen.

Bundesdienstflagge

Die Dienstflagge des Bundes (§ 3 Abs. 2 und Anlage 2 Wappengesetz) zeigt das Bundeswappen, welches gleichmäßig in die beiden roten Streifen hineinreicht. Dabei soll die obere Schnabelkante des Bundeswappens mit dem oberen roten Streifen abschließen und das Stielende des Hammers den unteren roten Streifen berühren. Das Verhältnis der Höhe der Dienstflagge zu ihrer Länge ist zwei zu drei.

Bei der Verwendung als Hochformatflagge (Knatter-, Banner-, Ausleger, Hängeflagge) wird, wie allgemein üblich, das Wappen aufrecht gestellt.

Sie ist entgegen einer verbreiteten Annahme nicht die Nationalflagge. Die Dienstflagge des Bundes darf nur von den Bundesbehörden verwendet werden; eine Verwendung durch Privatpersonen, Firmen oder Vereine ist unzulässig und kann mit bis zu € 3.600,-- Verwaltungsstrafe geahndet werden.

Kriegsflagge (Militärflagge)

Als Kriegsflagge, in Österreich Militärflagge genannt, wird die Bundesdienstflagge verwendet, die in dieser Funktion zwingend in der Farbe "Pantone 032 C" ausgeführt wird.

Handelsflagge – Seeflagge

Als Handelsflagge (in Österreich Seeflagge genannt) wird die Flagge bezeichnet, die von Handelsschiffen und anderen Schiffen im privaten Besitz als Nationalflagge gehisst wird. Die Handelsflagge ist neben der Kriegsflagge eine der beiden ursprünglichen Ausprägungen der Nationalflagge.

Die Seeflagge besteht aus drei gleich breiten, waagrechten Streifen, wobei der mittlere weiß, der obere und der untere rot ist, und das Verhältnis zwei zu drei der Höhe der Flagge zu ihrer Länge gilt auch für die Seeflagge (§ 3 Abs. 2 SeeSchFG).

Kokarde (=Hoheitszeichen) für Militärfahrzeuge

Das Hoheitszeichen (Kokarde) ist ein weißes gleichseitiges Dreieck mit der Spitze nach unten in einer roten Scheibe, das 1936 eingeführt wurde.

Diese Art Hoheitszeichen hat sich mit dem Aufkommen von Flugzeugen und Panzern als notwendig erwiesen. Bei Schiffen wird die Staatszugehörigkeit durch die Kriegsflagge kenntlich gemacht. Flugzeuge verwenden das aufgemalte Hoheitszeichen, Kokarde bzw. im englischen Roundel genannt, eine Abwandlung der Kriegsflagge. Inzwischen wird dieses Hoheitszeichen für viele Militärfahrzeuge verwendet. Die Patrouillenboote auf der Donau verwendeten bis zu ihrer Außerdienststellung 2006 die Militärflagge.

Geschichte

Der Bindenschild, das Hauswappen der Babenberger mit dem silbernen Balken auf rotem Grund, lässt sich ab 1230 sicher nachweisen. Über seine Herkunft gibt es keine Klarheit, es ranken sich einige Legenden um seine Entstehung. Die bekannteste Legende ist die, dass der Bindenschild bei der Belagerung von Akkon (1189–1191) im Dritten Kreuzzug entstand, an dem auch der Babenberger Herzog Leopold V. teilnahm. Es heißt, nach der Schlacht soll sein weißes Gewand völlig blutgetränkt gewesen sein, bis auf einen weißen Streifen (die „Binde“), wo er den Schwertgurt trug.

Ursprünglich Babenbergisches Zeichen, wurden die Farben schon ab etwa 1250 Territorialzeichen der Besitzungen in Österreich, und nach 1270 (Rudolf von Habsburg) von den Habsburgern in ihr eigenes Hauswappen integriert, nachdem diese mit den Ländereien der Babenberger belehnt worden waren. In der Folge nannte sich Habsburg auch Haus Österreich. Ab dem 15. Jahrhundert wird es endgültig als Neuösterreich zum Emblem für die habsburgische Hausmacht in Österreich und die Erblande, und damit zum Wappen Österreichs.

Auch die Fahne in Rot-Weiß-Rot findet sich seit dem 14. Jahrhundert, seltener als Heerzeichen, wo sie hinter die schwarz-goldenen kaiserlichen Reichsbanner des Heiligen Römischen Reiches zurücktritt, als bei Zeremonien und festlichen Anlässen.

Als Feldzeichen verwendet das Österreichische Heer der Neuzeit in erster Linie den Doppeladler und das Burgunderkreuz, seit Ferdinand II. (1578–1637) zusätzlich noch das Madonnenbild. Maßgebend für die einzelnen Länder unter Habsburgischer Herrschaft waren aber weiterhin die jeweiligen Regionalwappen. Ein einheitliches Staatsgefüge mit einer zentral koordinierten Regierung für alle Einzelstaaten – und zentralen Emblemen – entstand erst durch die Gründung des Kaisertums Österreich im Jahr 1804.

1786 wurde die Österreichische Marine (nach Gründung von Österreich-Ungarn in K.u.k. Kriegsmarine umbenannt) gegründet und die Farben Rot-Weiß-Rot noch im selben Jahr zur Kriegsmarineflagge Österreichs bestimmt.

Die offizielle zivile Flagge Österreichs beziehungsweise später für die österreichische Reichshälfte der Österreichisch-Ungarischen Monarchie war die Flagge der Habsburger Schwarz-Gelb. 

Österreich

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Geographische Lage
47 20 N, 13 20 O

Kontinent

Europa
Mitteleuropa

Zeitzone
MEZ ±0
UTC UTC+1, Sommerzeit UTC+2
Aktuelle Ortszeit

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Internetkennung
.at


Währung
Euro

Bundesdienstflagge Österreich
Bundesdienstflagge und Militärflagge
 
Millitärabzeichen Österreich
Hoheitszeichen für Militärfahrzeuge
 
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/88/Austrian_Flag.jpg/320px-Austrian_Flag.jpg
Wehende Nationalflagge
  
  
 
  
  
  
 
  
  
  
 
  
  
  
 
  
  
  
  
  
Der Bindenschild mit Erzherzogshut
  
  
Die Flagge der Habsburger
Die Flagge der Habsburger

Quellen

Bildernachweis

Siehe auch

Weblinks